Was ist Schmerz?

Die Weltschmerzorganisation International Association for the Study of Pain (IASP) definiert Schmerz als „ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“

Schmerz ist überlebenswichtig. Er dient als Warnsignal und hat die Aufgabe, den Körper zu schützen, indem er beispielweise auf eine Verletzung oder eine drohende Schädigung hinweist.

Immer, wenn das Gehirn eine potentielle Gefahr bemerkt, dann meldet es Schmerz. Diese Gefahr kann auf körperlicher, aber auch auf seelischer Ebene sein. So ist bekannt, dass z.B. ein Verlust eines geliebten Menschen echten Herzschmerz verursachen kann. Man nennt dies „Broken-Heart-Syndrom“.

Heißt: Für jeden Schmerz gibt, oder gab es mal einen Auslöser, egal auf welcher Ebene.

Schmerz ist in erster Linie das, was Sie selbst als schmerzhaft empfinden. Weder auf einem Röntgenbild, noch von außen betrachtet kann man Ihren Schmerz als solchen „sehen“. Das Ergebnis einer Studie aus 2009 zeigte, dass bei 488 Menschen ohne Beschwerden im MRT bei 396 Patienten aus dieser Gruppe auffällige und operationswürdige Befunde zu sehen waren. Keiner dieser 488 Teilnehmern hatte Schmerzen und trotzdem gab es auffällige „Bilder“. Lassen Sie sich also nicht von vermeindlich verschlissenen Gelenken oder alten Bandscheibenvorfällen verunsichern.

 

 

Quelle: Universität Ulm