Was macht ein Osteopath?

Ob beim Ersttermin in der Praxis, bei Freunden am Abend oder bei Vorträgen zur Osteopathie: Immer wieder bekomme ich die Frage gestellt, was ein Osteopath überhaupt macht.

Ganz so einfach zu beantworten ist dies nicht. Mir persönlich gefällt die Definition des IFAO:

„Osteopathie ist das Umsetzen der osteopathischen Philosophie in ein manuelles Diagnose- und Behandlungskonzept, bei dem die Person und nicht die Krankheit im Vordergrund steht. Es ist eine ganzheitliche Herangehensweise mit dem Ziel, die Autoregulation des Organismus anzuregen.“

Doch was heißt das konkret?

Ein Osteopath ist im besten Falle sowohl ein gut ausgebildeter Diagnostiker, der mit Fragen, Griffen und einem gezielten Blick Störungen, sog. Dysfunktionen im Körper seines Patienten aufspürt. Als auch ein geschulter und respektvoller Behandler, dessen Griffe und Hinweise dazu führen, dass die Gesundheit des Patieten wieder in den Vordergrund treten kann.

Dabei können einerseits sanfte, fast nicht wahrnehmbare Griffe benutzt werden. Andererseits auch Manöver, die denen eines Chiropraktikers ähneln. Zudem spricht nichts dagegen sich ebenfalls aktiver Interventionen zu bedienen , d.h. jene, bei denen der Patient selbst Mobilisationsübungen z.B. der Wirbelsäule durchführt.

Ebenfalls sollte eine Beratung für den Alltag in eine osteopathische Behandlung einfließen.

Osteopathie findet nicht nur innerhalb der Sitzung statt, sondern begleitet den Patienten bis seine Gesundheit wieder hergestellt ist.

In Deutschland ist der – für beide, sprich Patient und Therapeut – sicherste Weg derjenige, bei dem der Osteopath eine 4 – 5 Jahre dauernde Ausbildung an einem nach BAO (Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V.) zugelassenen Institut absolviert hat und zudem Heilpraktiker oder Arzt ist.

 

„Was wir bei einer Behandlung tun, ist wie eine Tür in einem Haus zu öffnen, so dass die Bewohner im Innern sich frei bewegen können.“

Viola Frymann

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